Planung der Badsanierung und Bidet-Installation

Bevor Sie mit dem Projekt Bidetarmatur einbauen beginnen, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Ein Bidet ist eine hygienische Bereicherung für jedes Badezimmer, doch die Installation erfordert Vorbereitung. Überprüfen Sie zunächst die vorhandenen Anschlüsse. In den meisten Fällen benötigen Sie Standardanschlüsse für Kalt- und Warmwasser. Messen Sie den Abstand der Eckventile und den Lochdurchmesser in der Keramik, um sicherzustellen, dass die neue Armatur passt.

Stellen Sie sicher, dass Sie das nötige Werkzeug bereithalten:

  • Verstellbarer Schraubenschlüssel oder Maulschlüssel-Satz
  • Rohrzange
  • Eimer und Lappen (um Restwasser aufzufangen)
  • Eventuell Hanf oder Teflonband (obwohl viele moderne Schläuche bereits Dichtungen integriert haben)
  • Standhahnmutterschlüssel (für schwer zugängliche Befestigungen unter dem Bidet)

Kosten und Budgetierung

Die Kosten, um eine Bidetarmatur einbauen zu lassen oder selbst zu montieren, variieren stark. Wenn Sie die Installation selbst durchführen, zahlen Sie lediglich für die Armatur und eventuelles Kleinmaterial.

  • Budget-Armaturen: Ab ca. 30–50 Euro. Diese sind funktional, aber oft weniger langlebig.
  • Mittelklasse: 80–150 Euro. Hier finden Sie gute Qualität von Markenherstellern.
  • Design-Modelle: Ab 200 Euro aufwärts.

Wenn Sie einen Fachmann beauftragen, müssen Sie mit zusätzlichen Arbeitskosten rechnen. Eine Handwerkerstunde liegt oft zwischen 60 und 90 Euro. Die reine Montage dauert in der Regel nicht länger als eine Stunde, sofern keine Komplikationen auftreten. Planen Sie also ein Budget von etwa 150 bis 300 Euro für das Gesamtprojekt (Armatur + Einbau) ein, wenn Sie einen Profi rufen.

Materialauswahl

Beim Kauf einer neuen Bidetarmatur sollten Sie nicht nur auf die Optik, sondern auch auf die Qualität achten. Materialien wie verchromtes Messing oder Edelstahl sind langlebig und pflegeleicht. Achten Sie auf Keramikkartuschen im Inneren der Armatur; diese sorgen für eine leichtgängige Bedienung und verhindern tropfende Hähne.

Ein wichtiger Aspekt ist die Art des Auslaufs. Viele Bidetarmaturen verfügen über ein Kugelgelenk am Perlator, mit dem sich der Wasserstrahl individuell ausrichten lässt. Dies erhöht den Komfort erheblich. Achten Sie beim Bidetarmatur einbauen darauf, dass die flexiblen Anschlussschläuche DVGW-zertifiziert sind, um Trinkwasserqualität zu gewährleisten.

Durchführung und Zeitplan

Der eigentliche Prozess, eine Bidetarmatur einbauen zu können, lässt sich in übersichtliche Schritte unterteilen. Ein geübter Heimwerker benötigt dafür etwa 30 bis 60 Minuten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Wasser abstellen: Drehen Sie die Eckventile unter dem Bidet zu oder sperren Sie den Haupthahn ab. Öffnen Sie die alte Armatur, um den Druck abzulassen.
  2. Demontage: Lösen Sie die alten Anschlussschläuche von den Eckventilen. Schrauben Sie die Befestigungsmutter unter dem Bidet ab und entnehmen Sie die alte Armatur. Reinigen Sie das Hahnloch gründlich von Kalk und Schmutz.
  3. Vorbereitung der neuen Armatur: Schrauben Sie die neuen Flexschläuche handfest in den Armaturenkörper. Setzen Sie die O-Ring-Dichtung an der Unterseite der Armatur ein.
  4. Montage: Führen Sie die Schläuche und das Gewinde durch das Loch im Bidet. Befestigen Sie die Armatur von unten mit dem beiliegenden Befestigungsset (Dichtung, Unterlegscheibe, Mutter). Achten Sie auf korrekten Sitz, bevor Sie alles festziehen.
  5. Anschluss: Verbinden Sie den linken Schlauch mit dem Warmwasser-Eckventil und den rechten mit dem Kaltwasser-Eckventil. Ziehen Sie die Muttern fest an, aber ohne Gewalt, um die Dichtungen nicht zu beschädigen.
  6. Funktionstest: Öffnen Sie die Eckventile langsam und prüfen Sie sofort auf Dichtheit. Lassen Sie Wasser laufen und testen Sie die Mischfunktion.

Expertentipps

Als erfahrene Installateure raten wir Ihnen dringend: Knicken oder verdrehen Sie die flexiblen Anschlussschläuche beim Bidetarmatur einbauen niemals! Ein geknickter Schlauch kann platzen und enorme Wasserschäden verursachen.

Ein weiterer Tipp: Wenn Sie schon dabei sind, prüfen Sie die Eckventile. Lassen sie sich schwer drehen oder sind stark verkalkt? Tauschen Sie diese gleich mit aus. Neue Eckventile mit integriertem Schmutzfilter schützen die feine Mechanik Ihrer neuen Design-Armatur vor Partikeln aus der Leitung.