Veraltete Rohrsysteme sind ein Risiko für Wasserschäden und Hygiene. Planen Sie, Ihre Wasserleitungen erneuern Kupfer als Material zu wählen? In diesem Artikel erfahren Sie, warum Kupferrohre eine nachhaltige Wahl sind, welche Kosten entstehen und wie der Austausch abläuft.
Inhaltsverzeichnis
Planung der Badsanierung und Rohrerneuerung
Die Entscheidung, alte Rohrsysteme auszutauschen, fällt oft zusammen mit einer geplanten Badsanierung. Wer sein Badezimmer modernisiert, sollte unbedingt auch den Zustand der dahinterliegenden Installation prüfen. Veraltete Rohre aus verzinktem Stahl oder sogar Blei sind nicht nur gesundheitlich bedenklich, sondern auch anfällig für Lochfraß und Kalkablagerungen. Wenn Sie planen, Ihre Wasserleitungen erneuern Kupfer als Material in Betracht zu ziehen, treffen Sie eine Entscheidung für Langlebigkeit.
Bevor die Wände geöffnet werden, ist eine Bestandsaufnahme nötig:
- Alter der Rohre: Leitungen, die älter als 30 Jahre sind, sollten kritisch geprüft werden.
- Materialbestimmung: Prüfen Sie, ob noch Bleirohre (Verbot!) oder verzinkte Stahlrohre verbaut sind.
- Dimensionierung: Passt der Querschnitt noch zum modernen Wasserbedarf (z.B. Regenduschen)?
Kosten und Budgetierung
Das Projekt Wasserleitungen erneuern Kupfer ist mit Kosten verbunden, die stark von der Zugänglichkeit und der Leitungslänge abhängen. Kupfer ist als Rohstoff teurer als Kunststoff (Verbundrohr), bietet aber spezifische Vorteile.
Grobe Kostenorientierung:
- Materialkosten: Kupferrohre kosten je nach Durchmesser zwischen 8 und 15 Euro pro Meter. Hinzu kommen Fittings (Verbinder).
- Arbeitskosten: Der größte Posten ist oft die Arbeitszeit für das Freilegen der Schlitze und die Installation. Rechnen Sie mit 60 bis 90 Euro pro Stunde für den Fachhandwerker.
- Gesamtkosten: Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus können für den kompletten Austausch der Trinkwasserinstallation zwischen 4.000 und 8.000 Euro anfallen.
Spar-Tipp: Eigenleistung ist beim Schlitze-Klopfen und Wiederverschließen möglich, die eigentliche Installation (Löten oder Pressen) sollte beim Thema Wasserleitungen erneuern Kupfer jedoch zwingend dem Fachmann überlassen werden, um Wasserschäden zu vermeiden.
Materialauswahl: Warum Kupfer?
Kupfer ist seit Jahrzehnten der "Goldstandard" in der Trinkwasserinstallation. Auch wenn moderne Mehrschichtverbundrohre Marktanteile gewinnen, sprechen gewichtige Gründe für Kupfer:
- Bakteriostatische Wirkung: Kupfer hemmt das Wachstum von Bakterien (wie Legionellen) im Wasser.
- Hitzebeständigkeit: Ideal für Warmwasserleitungen, da es sich bei Hitze weniger ausdehnt als reiner Kunststoff.
- Nachhaltigkeit: Kupfer ist zu 100% recycelbar ohne Qualitätsverlust.
- UV-Beständigkeit: Wichtig, falls Leitungen (z.B. im Keller) Aufputz verlegt werden.
Durchführung und Zeitplan
Der Austausch erfolgt in mehreren Schritten. Ein typischer Ablauf sieht wie folgt aus:
- Entleerung: Das System wird wasserfrei gemacht.
- Demontage: Alte Leitungen werden entfernt oder stillgelegt.
- Installation: Die neuen Kupferrohre werden zugeschnitten und mittels Press- oder Löttechnik verbunden. Moderne Installationen nutzen oft die Presstechnik, da sie schneller ist und keine Brandgefahr besteht.
- Druckprobe: Bevor die Wände geschlossen werden, muss das System auf Dichtheit geprüft werden.
- Dämmung: Nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) müssen Warmwasserleitungen gedämmt werden.
- Spülen: Das System wird gespült, um Rückstände zu entfernen.
Rechnen Sie für ein einzelnes Bad mit 2-3 Tagen für die reine Rohinstallation, für ein ganzes Haus mit 1-2 Wochen.
Expertentipps
- Mischinstallationen vermeiden: Kombinieren Sie Kupfer nicht wahllos mit verzinktem Stahl in Fließrichtung (Fließregel beachten!), um elektrochemische Korrosion zu verhindern.
- Qualität der Fittings: Sparen Sie nicht an den Verbindungsstücken. Markenware garantiert Dichtheit über Jahrzehnte.
- Dokumentation: Fotografieren Sie den Verlauf der neuen Leitungen vor dem Verputzen genau. Das hilft später, nicht in ein Rohr zu bohren.
Wenn Sie Wasserleitungen erneuern Kupfer verwenden, investieren Sie in die Substanz Ihrer Immobilie.
Expertentipp
Achten Sie beim Wasserleitungen erneuern Kupfer unbedingt auf die korrekte Dämmung nach GEG, um Wärmeverluste und Kondenswasser zu vermeiden.
Nachhaltige Investition ins Eigenheim
Investieren Sie in Langlebigkeit und Hygiene, indem Sie rechtzeitig Ihre Rohre austauschen. Wenn Sie Ihre Wasserleitungen erneuern Kupfer wählen, setzen Sie auf bewährte Qualität. Für eine fachgerechte Installation und professionelle Badsanierung Nörning sind wir Ihr Ansprechpartner vor Ort.