Eine Installationswand freistehend ist der Inbegriff moderner Badarchitektur. Sie ermöglicht offene Raumkonzepte und schafft klare Zonen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie dieses Element bei Ihrer Badsanierung optimal planen und umsetzen.
Inhaltsverzeichnis
Planung der Badsanierung mit freistehenden Elementen
Eine erfolgreiche Badsanierung beginnt mit einer durchdachten Planung, besonders wenn eine Installationswand freistehend integriert werden soll. Dieses architektonische Element dient nicht nur als Träger für Sanitärgegenstände wie Waschtisch oder WC, sondern fungiert auch als stilvoller Raumteiler. Bei der Planung müssen Sie entscheiden, ob die Wand raumhoch oder halbhoch ausgeführt wird. Eine halbhohe Installationswand freistehend lässt den Raum größer wirken und ermöglicht Tageslicht in hintere Bereiche, während eine raumhohe Variante mehr Privatsphäre bietet, beispielsweise für den Duschbereich.
Wichtige Überlegungen sind:
- Zonierung: Trennung von Funktionsbereichen (z.B. WC vom Wellnessbereich).
- Leitungsführung: Da die Wand mitten im Raum stehen kann, muss die Zuführung von Wasser und Abwasser über den Boden erfolgen. Dies erfordert oft einen höheren Bodenaufbau oder das Anlegen eines Podests.
- Statik: Eine freistehende Konstruktion muss extrem stabil verankert sein, da keine seitliche Befestigung an Massivwänden erfolgt.
Kosten und Budgetierung
Die Integration einer Installationswand freistehend ist meist kostenintensiver als eine klassische Vorwandinstallation an einer bestehenden Mauer. Dies liegt am erhöhten Materialaufwand und der komplexeren Montage.
Realistische Kostenfaktoren:
- Trockenbaumaterial: Verstärkte UA-Profile sind zwingend erforderlich, was teurer ist als Standard-CW-Profile.
- Installationsmodule: Spezielle Ständerwerke für freistehende Lösungen kosten zwischen 300 € und 600 € pro Element (ohne Montage).
- Arbeitszeit: Der Aufbau erfordert höchste Präzision beim Einmessen und Verankern.
Ein realistisches Budget für eine Badrenovierung mit einem solchen zentralen Element sollte einen Puffer von 15-20% für unvorhergesehene Anpassungen im Bodenbereich enthalten. Sparen lässt sich durch die Wahl von Standardfliesen statt teurem Naturstein für die Verkleidung, jedoch sollte niemals an der Unterkonstruktion gespart werden.
Materialauswahl und Stabilität
Für eine Installationswand freistehend gelten besondere Anforderungen an das Material. Standard-Trockenbau reicht hier nicht aus.
Empfohlene Materialien:
- UA-Profile: Diese verstärkten Aussteifungsprofile (2mm Stahlblech) sind das Rückgrat der Wand. Sie verhindern, dass die Wand wackelt, wenn man sich beispielsweise auf das wandhängende WC setzt.
- Imprägnierte Bauplatten: Doppelte Beplankung mit grünen (feuchtraumgeeigneten) Gipskartonplatten oder speziellen Zementfaserplatten sorgt für Stabilität und Feuchtigkeitsschutz.
- Bodenteleskopstützen: Diese werden oft benötigt, um die Profile sicher im Rohbeton zu verankern.
Im Trend liegen derzeit fugenlose Oberflächen wie Mikrozement oder großformatige Fliesen, die die Installationswand freistehend wie einen Monolithen im Raum wirken lassen.
Durchführung und Zeitplan
Der Bau einer solchen Wand verläuft in strikten Schritten und verlängert die Rohbauphase der Badsanierung leicht.
- Einmessen: Exakte Positionierung im Raum ist entscheidend.
- Bodenverankerung: Bohren und Befestigen der Füße im Rohbeton (Achtung bei Fußbodenheizung!).
- Gerüstaufbau: Montage der UA-Profile und der Sanitärmodule (Spülkasten, Waschtischhalterung).
- Verrohrung: Anschluss der Wasser- und Abwasserleitungen sowie ggf. Elektrik für Spiegelbeleuchtung.
- Beplankung & Abdichtung: Doppeltes Beplanken und sorgfältiges Abdichten mit Flüssigfolie im Spritzwasserbereich.
Planen Sie für die Errichtung und Installation etwa 2-3 Tage zusätzlich im Zeitplan ein, bevor der Fliesenleger beginnen kann.
Expertentipps zur Gestaltung
Nutzen Sie die Tiefe der Installationswand freistehend kreativ aus. Da die Wand meist eine gewisse Stärke hat, um die Rohre aufzunehmen, entstehen oft Hohlräume.
- Nischen einplanen: Integrieren Sie beleuchtete Nischen für Duschgel oder Dekoration auf der Seite der Dusche oder Badewanne.
- T-Lösung: Eine beliebte Form ist die T-Wand, die Waschtisch, WC und Dusche in drei Zonen unterteilt.
- Elektrik nicht vergessen: Planen Sie Leerrohre für Steckdosen oder LED-Stripes direkt mit ein. Nichts ist ärgerlicher, als an einer frei stehenden Wand keinen Strom für den Föhn zu haben.
Eine professionelle Badrenovierung mit diesem Element wertet Ihre Immobilie nachhaltig auf und schafft ein modernes Wohngefühl.
Expertentipp
Verwenden Sie für eine Installationswand freistehend zwingend UA-Aussteifungsprofile statt normaler CW-Profile, um Wackeln zu verhindern.
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