Planung des Wasser-Vorrats für den Notfall

Eine sorgfältige Planung ist das Fundament jeder Krisenvorsorge. Beim Thema Wasser-Vorrat Notfall geht es nicht nur um Durst, sondern auch um Hygiene und Kochen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, einen Vorrat für mindestens 10, besser 14 Tage anzulegen.

  • Mengenberechnung: Rechnen Sie mit ca. 2,5 bis 3 Litern pro Person und Tag. Davon sind etwa 1,5 Liter als Trinkwasser und der Rest für die Zubereitung von Nahrung und minimale Hygiene gedacht.
  • Lagerort: Wasser muss kühl, dunkel und frostfrei gelagert werden. Keller oder Vorratsräume ohne direkte Sonneneinstrahlung sind ideal.
  • Platzbedarf: Bedenken Sie den Platzbedarf von Kanistern oder Kästen. Stapelbare Systeme sparen Raum.

Kosten und Budgetierung

Die Anlage eines Wasservorrats muss nicht teuer sein. Es gibt verschiedene Strategien, die sich jedem Budget anpassen:

  • Leitungswasser: Die kostengünstigste Variante. Sie benötigen lediglich geeignete, lebensmittelechte Kanister. Leitungswasser kostet in Deutschland nur Bruchteile eines Cents pro Liter.
  • Mineralwasser: Kistenware aus dem Supermarkt ist teurer, aber sofort lagerfähig und oft länger haltbar. Rechnen Sie mit ca. 0,20 € bis 0,80 € pro Liter.
  • Entkeimungsmittel: Investieren Sie in Wasserentkeimungstabletten (z.B. auf Silberionen- oder Chlorbasis), um selbst abgefülltes Wasser länger haltbar zu machen (ca. 10-15 € pro Packung für hunderte Liter).

Materialauswahl für die Lagerung

Die Wahl des richtigen Behältnisses ist entscheidend für die Qualität Ihres Wasser-Vorrat Notfall:

  • Glasflaschen: Geschmacksneutral und gasdicht, aber zerbrechlich und schwer.
  • PET-Flaschen: Leicht und bruchsicher, aber nicht ewig gasdicht (Wasser kann Kohlensäure verlieren oder Fremdgerüche annehmen).
  • Kanister (PE/HDPE): Ideal für größere Mengen (10-20 Liter). Achten Sie unbedingt auf das Lebensmittelecht-Symbol (Gabel und Glas). Sie sind robust, stapelbar und lichtundurchlässig.
  • Faltkanister: Platzsparend im Leerzustand, ideal für die mobile Evakuierung, aber oft weniger langlebig als Festkanister.

Durchführung und Zeitplan

Der Aufbau des Vorrats sollte systematisch erfolgen:

  1. Woche 1: Bestandsaufnahme und Kauf der Behälter oder der ersten Wasserkästen.
  2. Abfüllung: Wenn Sie Leitungswasser nutzen, reinigen Sie die Kanister gründlich. Füllen Sie das Wasser randvoll ein, um Lufteinschlüsse zu minimieren.
  3. Beschriftung: Versehen Sie jeden Behälter mit dem Abfülldatum oder dem Mindesthaltbarkeitsdatum.
  4. Rotation: Etablieren Sie das "First In - First Out" Prinzip. Verbrauchen Sie ältere Vorräte im Alltag und ersetzen Sie diese durch neue.

Expertentipps zur Sicherheit

Um Fehler beim Wasser-Vorrat Notfall zu vermeiden, beachten Sie diese Ratschläge:

  • Nutzen Sie kein Wasser aus Regentonnen als Trinkwasser ohne professionelle Filterung.
  • Kohlensäurehaltiges Wasser ist durch den Druck und den pH-Wert oft länger haltbar als stilles Wasser.
  • Denken Sie an Ihre Haustiere! Auch Hunde und Katzen benötigen im Notfall Wasser.
  • Lagern Sie Wasser nicht direkt auf Betonböden (Gefahr von Geschmacksübertragungen durch Diffusion), sondern nutzen Sie Regale oder Paletten.